Veranstaltungen

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19.00 Uhr. Hinterlandmuseum Schloss Biedenkopf (im Rahmen der „Herbstabende“). Vortrag von Dr. Ludwig Brake (Gießen): „Die Bedeutung der Tabakverarbeitung in der Region um Gießen im 19. Jahrhundert“.

Datum:16.10.2026
19:00

Das Tabakrauchen ist heute immer unattraktiver geworden. Die Anzahl der Raucher geht zurück. Dennoch gab es eine Zeit, in der die Herstellung von Tabakprodukten (z. B. Zigarren, Rauchtabak usw.) einen wichtigen regionalen Wirtschaftsfaktor darstellte. Dies galt insbesondere für die damals eher wirtschaftsschwachen Landesteile, zu denen auch das hessische Hinterland gehörte.
Die tabakverarbeitende Industrie hatte im Oberhessischen ihren Schwerpunkt um Gießen, wo sich viele Betriebe konzentrierten. Eine hiesige Besonderheit, das Filialsystem, führte allerdings dazu, dass dieser Wirtschaftszweig eine eher dezentrale Form annahm. So konnten Arbeitsplätze zu den Arbeitnehmern kommen und man nimmt an, dass dadurch die oftmals vorherrschende Not der Bevölkerung abgemildert werden konnte. Gerade auch im hessischen Hinterland war dies wichtig, ehe im Zuge der Industrialisierung in der Bergbau- und Metallindustrie sich weitere Arbeitsmöglichkeiten für die ländliche Bevölkerung boten.



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